Nahaufnahme der Imkerarbeit: Eine Wabe wird aus dem Bienenvolk gezogen.
Imkerverein 1907 Konz e.V.

Bienen und Imkerei

Entdecken Sie die faszinierende Welt der Honigbiene und das jahrtausendealte Handwerk der Imkerei – ein Leitfaden für Naturfreunde und zukünftige Imkerinnen und Imker.

Ein wichtiges Wirtschaftstier

Mehr als nur Honig

Die Honigbiene nimmt nach Schwein, Rind und Huhn einen wichtigen Platz unter Deutschlands Wirtschaftstieren ein. Durch ihre Bestäubungsarbeit an Kulturpflanzen wie Obst und Raps sowie an Wildpflanzen trägt sie zur Ernährungssicherung und zum Erhalt unseres Ökosystems bei.

Imkerinnen und Imker halten Bienen im eigenen Garten, auf Wiesen oder am Waldrand. So entsteht aus dem Nektar der jeweiligen Umgebung ein ganz eigener Geschmack – Honig ist also geschmeckte Landschaft!

~250 €Startkosten je Volk
~200 €Ausrüstung (leihbar)
~2 hpro Woche für 4 Völker
~30 kgHonig je Volk & Jahr
Der Superorganismus

Das Leben einer Biene

Ein hochkomplexer Superorganismus, in dem jedes Individuum eine lebenswichtige Rolle für das Überleben des gesamten Volkes spielt.

Die Königin

Das Herzstück des Stocks. Sie legt im Hochsommer bis zu 2.000 Eier am Tag und steuert das Volk über Pheromone. Ohne sie gibt es keine Zukunft für das Volk.

  • Lebensdauer: 3–5 Jahre
  • Einzige fruchtbare weibliche Biene im Volk

Die Arbeiterinnen

Vom Putztrupp über die Ammenbiene bis zur Sammlerin – ein kurzes Leben voller wechselnder Aufgaben. Im Sommer leben sie nur wenige Wochen, die Winterbienen mehrere Monate.

  • Stellen Wachs, Honig und Gelée Royale her
  • Sammeln Nektar, Pollen, Wasser und Kittharz

Die Drohnen

Die männlichen Bienen. Ihre Hauptaufgabe ist die Paarung mit jungen Königinnen. Im Spätsommer endet ihre Zeit im Volk.

Wussten Sie schon?

Für 500 g Honig müsste eine einzelne Biene rechnerisch rund dreimal um die Erde fliegen.

≈ 3×
Honig-Farbskala

Wie Honig aussehen kann

Die Farbe verrät viel über Herkunft und Charakter eines Honigs – von hellem Frühlingsblüten- bis dunklem Waldhonig.

WasserhellRobinie
HellgelbRaps
BernsteinBlütenhonig
GoldbraunLinde
DunkelbraunWald
SchwarzbraunTannen

Die exakte Farbe variiert mit Tracht, Jahr und Witterung – „Honig ist geschmeckte Landschaft."

Das Bienenjahr

Ein Jahr am Bienenstand

Frühling: Das Erwachen

Erste Reinigungsflüge bei über 10 °C. Die Futtervorräte werden kontrolliert, und sobald die Obstblüte beginnt, werden die ersten Honigräume aufgesetzt.

Sommer: Die Ernte

Hochsaison im Bienenstock. Schwarmkontrolle und die ersehnte Honigernte – im Schnitt sind zwei Ernten je Volk und Jahr möglich.

Herbst & Winter: Die Ruhe

Einfüttern und Varroabehandlung sichern die Völker. Die Bienen bilden eine Wintertraube, um die Königin warm zu halten. Der Imker bereitet das Material fürs nächste Jahr vor.

Bienenstände am Lehrbienenhaus auf dem Roscheider Hof.
Herausforderungen

Womit Bienenvölker kämpfen

Damit die Honigbiene gesund bleibt, braucht es fachkundige imkerliche Pflege.

Die Varroamilbe

Der Hauptfeind der Honigbiene. Ohne regelmäßige Behandlung kann sie ganze Völker zum Zusammenbruch bringen.

Klimawandel

Extremwetter wie Dürre, Starkregen und milde Winter bringen den natürlichen Rhythmus der Völker durcheinander.

Eingeschleppte Arten

Neue Schadorganismen wie die Asiatische Hornisse setzen den Bienen zusätzlich zu.

Mithelfen

Lokale Bestäuber unterstützen

Jede und jeder kann etwas beitragen – ob im Garten, auf dem Balkon oder im Verein. Unser Lehrbienenpfad informiert seit 2020 über Hummel, Wildbiene und Co.

Nisthilfen

Viele Wildbienen leben solitär. Ein „Insektenhotel“ bietet wichtige Nistmöglichkeiten für bedrohte Arten.

Blühstreifen anlegen

Vielfalt statt Rasen: Heimische Wildblumen bieten von Frühjahr bis Herbst wertvolle Nektarquellen.

Mitglied werden

Wissen teilen und gemeinsam schützen: Werden Sie Teil des Imkervereins Konz und lernen Sie das Handwerk.

Lust auf eigenes flüssiges Gold?

Unsere kostenlosen Einsteigerkurse beginnen jedes Frühjahr. Wir begleiten Sie bei Ihren ersten Schritten zum eigenen Bienenvolk.